03. April 2026
Atlassian Cloud-Migration: Warum die Entscheidung vor der Technik kommt
Warum technische Planung ohne strategische Vorbereitung scheitert – und wie eine Migration wirklich gelingt.
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Wenn Unternehmen uns zum Thema Cloud-Migration kontaktieren, beginnt das Gespräch fast immer technisch. Welche Daten können wir migrieren? Wie läuft die Umstellung auf Atlassian Cloud ab? Was passiert mit unseren Apps? Das sind legitime Fragen. Aber sie sind die falschen ersten Fragen.
Die entscheidende Frage lautet: Warum wollen wir migrieren? Und: Sind wir bereit für das, was danach kommt?
Migration ist keine IT-Aufgabe
Diesen Satz hören unsere Kunden von uns regelmäßig. Und er ist nicht als Provokation gemeint, sondern als Orientierung.
Eine Migration von Server oder Data Center in die Atlassian Cloud ist technisch lösbar. Atlassian stellt dafür Werkzeuge bereit, die den Transfer von Projekten, Boards, Workflows und Daten ermöglichen. Was sich nicht automatisch überträgt: die organisatorischen Entscheidungen, die eine funktionierende Cloud-Umgebung erst möglich machen.
Welche Projekte nehmen wir mit? Welche lassen wir zurück? Wer bekommt in der Cloud welche Berechtigungen? Welche alten Konfigurationen und Workarounds, die historisch gewachsen sind, wollen wir in ein neues System schleppen, und welche sind die Gelegenheit für einen Neustart?
Diese Fragen sind keine technischen Fragen. Sie sind strategische und prozessuale Entscheidungen. Und wer sie erst nach dem Go-Live stellt, zahlt dafür.
Die häufigsten Fehler bei Cloud-Migrationen
Wir haben eine Reihe von Migrationsprojekten begleitet und immer wieder dieselben Muster gesehen, wenn es nicht rund läuft.
Alles 1:1 übertragen. Die Server-Instanz hat über Jahre Projekte, Felder und Workflows angesammelt, die niemand mehr aktiv nutzt. Wer die Migration als Kopiervorgang versteht, importiert auch diesen Wildwuchs. Das Ergebnis ist eine Cloud-Umgebung, die von Anfang an überladen ist.
Zu spät mit den Fachbereichen sprechen. Migrationen scheitern selten daran, dass die Technik nicht funktioniert. Sie scheitern daran, dass am Tag nach dem Go-Live Prozesse nicht mehr so laufen wie erwartet, weil niemand die Anforderungen der Nutzerinnen und Nutzer rechtzeitig abgeholt hat.
Apps und Integrationen unterschätzen. Viele Unternehmen haben über die Jahre Marketplace-Apps integriert, die auf Data Center oder Server verfügbar sind, aber in der Cloud anders funktionieren, andere Preismodelle haben oder schlicht nicht existieren. Wer das nicht früh prüft, erlebt später Überraschungen.
Den Zeitplan zu knapp kalkulieren. Eine realistische Migration braucht Vorbereitung. Klärungsgespräche, ein sauberes Inventar der bestehenden Konfigurationen, Tests, Schulungen. Wer Wochen rechnet, braucht oft Monate.
Wann eine Cloud-Migration wirklich Sinn macht
Die Entscheidung für die Atlassian Cloud ist in vielen Fällen richtig. Mehr Flexibilität, keine eigene Infrastruktur, kontinuierliche Updates, bessere Integration mit modernen Tools. Das sind echte Vorteile.
Aber die Entscheidung sollte bewusst fallen. Sie sollte auf einer
Einschätzung basieren, die den aktuellen Betrieb, die geplante Entwicklung des Unternehmens und die Anforderungen an Datenschutz, Compliance und Integrationen berücksichtigt.
Für Unternehmen mit klaren Compliance-Vorgaben, etwa in regulierten Branchen oder im öffentlichen Sektor, kann Data Center weiterhin die richtige Wahl sein. Für viele andere ist die Cloud der natürliche nächste Schritt, aber eben einer, der vorbereitet sein will.
Wie eine gute Migration abläuft
Ein Migrationsprojekt, das funktioniert, folgt einer klaren Reihenfolge.
Zuerst kommt die Bestandsaufnahme: Was ist in der aktuellen Umgebung vorhanden, was wird genutzt, was nicht? Welche Apps, welche Integrationen, welche kritischen Workflows?
Dann folgt die Entscheidungsphase: Was nehmen wir mit, was lassen wir zurück, was bauen wir neu? Diese Phase ist keine technische Übung. Hier sitzen IT und Fachbereiche gemeinsam am Tisch.
Danach kommt die Vorbereitung der Cloud-Umgebung: Nutzerstruktur, Berechtigungskonzept, Projektstruktur. Alles, bevor der erste Datentransfer stattfindet.
Erst dann: Migration, Testphase, Go-Live und strukturierte Nachbereitung.
Was MESKRU in Migrationsprojekten leistet
Wir begleiten Cloud-Migrationen von der ersten Orientierung bis zum stabilen Betrieb nach dem Go-Live. Das beginnt mit einem Assessment, das den Ist-Zustand transparent macht und die wesentlichen Entscheidungsfragen aufzeigt.
Es führt über die Planung und Durchführung bis zur Sicherstellung, dass die neue Umgebung nicht nur technisch funktioniert, sondern von den Teams tatsächlich genutzt wird.
Unser Anspruch dabei: Wir übertragen keine Probleme. Wir schaffen eine Grundlage, die euer Unternehmen in der Cloud langfristig trägt.